Der Musikverein Stadtkapelle Leonberg unter der Leitung von Erwin Gutmann hatte am 22. Oktober 2017 zu seinem diesjährigen Konzert in die Leonberger Stadtkirche eingeladen. In dem einstündigen Konzert haben die Musikerinnen und Musiker den Zuhörern ein vielseitiges Programm geboten.

Sehr treffend hat die Stadtkapelle das Konzert mit dem Titel „Sankt Cäcilia“ von Thomas Asanger begonnen. Die Heilige Cäcilia ist die Patronin der Kirchenmusik, deren Gedenktag allerdings erst einen Monat später am 22. November ist. Dieser Choral setzt sich aus den verschiedenen, teilweise fein notierten Stimmen zu einem harmonischen Gesamtklang zusammen.

Mit der Rhapsodie „Israel Shalom“ von Kees Vlak entführte die Stadtkapelle seine Zuhörer in den modernen Staat Israel. Das Werk begann mit dem ausgelassenen Purim-Fest. Im Anschluss begleitete Nele Regenstein an der Solo-Klarinette die Nomaden in die Negev-Wüste. Diese Einsamkeit wurde von einem Klagelied an der Klagemauer gefolgt. Zum Abschluss des Stückes kam noch einmal die überschäumende Atomsphäre des Anfangs auf und endete in einem triumphalen Schluss.

Die „New York Ouvertüre“, ebenfalls von Kees Vlak, war dann ein musikalischer Spaziergang durch den Big Apple. Die Stadtkapelle zeigte den Zuhörern tonal die vielen Sehenswürdigkeiten der Metropole wie den Battery Park, die 5th Avenue mit seinen hupenden Taxis, den Central Park und die Freiheitsstatue.

Bei der „Harlem Nocturne“, dem Thema aus der US-Kultserie „Mickey Spillane’s Mike Hammer“ konnte Dörte Seible am Saxophon Ihr Können und Ihr Gespür für Jazz unter Beweis stellen.

Den Welthit „Besame Mucho“ von Consuelo Velázquez hat die Stadtkapelle im Arrangement von Markus Götz präsentiert. Harald Zeeb am Flügelhorn hat mit weichen Klängen lateinamerikanische Tänze vorgetragen und in der Stadtkirche eine emotionale Atmosphäre geschaffen.

Ganz kirchenuntypisch hat der Musikverein Stadtkapelle Leonberg sein Konzert beschlossen. „Spiel mit das Lied vom Tod“ war einer der bekanntesten Italowestern zu denen Ennio Morricone die Filmmusik komponierte. In dem Medley „Moments for Morricone“ wurden aber noch weitere Titel verarbeitet. Teilweise konnte man sogar bildhaft Pferde durch die Kirche reiten sehen.

Nach einer traditionellen Zugabe hatte der Musikverein seine Besucher zu einem Sektempfang eingeladen. In lockerer Runde kamen Musiker und Gäste ins Gespräch.

Der Musikverein Stadtkapelle Leonberg bedankt sich bei seinen Zuhörern und allen Helfern, die dieses Konzert ermöglichten.